Buchtitel

Franzpeter Messmer

Georg Friedrich Händel

Biographie, 285 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Artemis & Winkler, Düsseldorf 2008 (vergriffen)

Schon zu Lebzeiten war Händel ein Mythos. Der Komponist folgte einem unbändigen „Drang zum Ruhm“, dem er alles unterordnete – nur nicht seine Unabhängigkeit und seine musikalischen Überzeugungen. Dass das einen Mann, der in der musikalischen und politischen Öffentlichkeit im Europa des 18. Jahrhunderts stand, nicht nur Vorteile brachte, liegt auf der Hand. Händel war eine Gestalt, an der sich die Geister schieden, aber es gelang ihm, viele Menschen in seinen Bann zu ziehen – zunächst als junger Komponist an der Hamburger Oper, später als Liebling der italienischen Kardinäle, dann als Hofkomponist am englischen Königshaus, schließlich als unabhängiger Komponist von Weltruhm. Er kannte frenetischen Jubel, aber auch Konzerte in leeren Häusern, erlebte finanzielle Sorgen und großen Reichtum, wurde geliebt und beschimpft. Einerseits stürzte er sich fast manisch in die Musik und schuf innerhalb kürzester Zeit größte Werke. Andererseits gab er sich kulinarischen Exzessen und seinen homosexuellen Neigungen hin. Franzpeter Messmer gelingt in dieser Biographie auf unterhaltsame Weise, einer der widersprüchlichsten und faszinierendsten Gestalten der Musikgeschichte ein Gesicht zu geben und zugleich Händels Zeit mit ihren gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen erfahrbar zu machen (Klappentext).

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